Beobachten und Vorsorgen
Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Entspannung können das Risiko für Darmerkrankungen erheblich senken. Dennoch ist es ratsam, stets auf den Körper zu hören und hinzuschauen. Wie fühle ich mich? Wie geht es meinem Darm?
Viele Anzeichen für Veränderungen können wir selbst entdecken. Andere sollten von einem Arzt regelmäßig untersucht werden.
Wichtige Kriterien sind das Körpergewicht und die Beschaffenheit des Stuhls. Aufschluss über das persönliche Risiko für Darmerkrankungen geben die familiäre Krankheitsgeschichte und eigene Vorerkrankungen. Verschiedene Tests sowie der Darmgesundheits-Check helfen, die aktuelle Risikosituation einzuschätzen. Auch wenn keine Beschwerden vorhanden sind, empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung. Der wichtigste Rat: Nehmen Sie die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen unbedingt in Anspruch!
Gewichtiges Maß: Waage und Body Mass Index
Was hat unser Körpergewicht mit der Darmgesundheit zu tun? Es kann Hinweise auf Veränderungen oder auf ein erhöhtes Risiko geben. Zudem fällt es Übergewichtigen meist schwerer, sich sportlich zu betätigen. Versuchen Sie deshalb, ein normales Gewicht zu halten und Übergewicht zu vermeiden.
Einen einfachen Richtwert zur Bewertung des Körpergewichts bietet der so genannte Body Mass Index, abgekürzt BMI. Um den BMI zu errechnen, wird das Körpergewicht durch die Körpergröße zum Quadrat geteilt.
(Körpergröße in Metern)2
- Untergewicht
- Normalgewicht
- leichtes Übergewicht
- starkes Übergewicht / Adipositas
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BMI unter 19 |
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BMI 19-25 |
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BMI 25-29 |
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BMI von 30 und darüber |
BMI-Rechner im Internet
www.rechner-bmi.de (Erwachsene)
www.bzga-essstoerungen.de
(Kinder und Jugendliche)
Ein BMI von 30 oder darüber erhöht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen, darunter auch Darmkrebs. Abnehmen ist in diesem Fall nicht nur eine Frage von Schönheit oder Wohlbefinden, sondern auch wichtig für die Gesundheit. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie Unterstützung bei einer professionellen Ernährungsberatung. Qualifizierte Broschüren oder Abnehm-Gruppen unterstützen zusätzlich auf dem Weg zum gesunden Gewicht.
Aber auch ein BMI unter 19 kann ein ernstes gesundheitliches Problem darstellen, denn starkes Untergewicht beeinträchtigt den gesamten Stoffwechsel. Je nach Ernährung können wichtige Nährstoffe fehlen. Untergewicht wird beispielsweise verursacht durch Magersucht, Fehlfunktionen der Schilddrüse oder durch Magen-Darm-Erkrankungen.
Fällt Ihnen das Zunehmen schwer, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie eine qualifizierte Ernährungsberatung auf.
Unerklärlicher Gewichtsverlust kann ein Warnsignal sein, dass im Körper etwas nicht stimmt. Zum Beispiel, wenn die Verdauung gestört ist und Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden. Hintergrund kann ein Infekt sein, aber auch eine ernsthafte Erkrankung. Wer in drei Monaten mehr als 5 % seines Gewichts verliert oder in sechs Monaten um 10 % leichter wird, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gibt, sollte unbedingt seinen Hausarzt aufsuchen.
Weiterführende Informationen zum Thema Körpergewicht
aid-Broschüre
„Mein Weg zum Wohlfühlgewicht“
www.aid-medienshop.de
CMA Broschüre
„Zunehmen bei Untergewicht“
www.cma.de
Infos für Untergewichtige
www.was-wir-essen.de.de
Halten Sie Ihr Gewicht im Griff! Wiegen Sie sich einmal pro Woche.
Aus der langjährigen Erfahrung und Forschung kennt man heute unterschiedliche Risikofaktoren für Darmkrebs: Mit zunehmendem Alter (ab dem fünften Lebensjahrzehnt) steigt das Risiko, dass entartete Zellen entstehen, überleben und sich als Krebstumor bösartig vermehren und ausbreiten. Langjährige chronisch entzündliche Darmerkrankungen stellen ebenfalls ein Risiko dar. Der andauernde Entzündungsprozess kann zu bösartigen Zellveränderungen an der Darmschleimhaut führen. Die typische westliche Ernährung (viel Fett, wenig Getreide, Obst oder Gemüse) begünstigt die Entstehung verschiedener Krankheiten. auch für Darmkrebs und weitere Darmerkrankungen. Zudem birgt eine ungesunde Lebensweise mit Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkoholkonsum Risiken. Und auch Patienten mit Typ-2-Diabetes und Insulintherapie haben ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Ihnen wird empfohlen, vor Beginn einer Insulintherapie eine Darmspiegelung durchzuführen und diese in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Nähere Informationen zu familiären genetischen Risiken finden Sie hier.




